- § 21 VOL/A - hier handelt es sich im Grunde um eine Information der Bieter, die diese vor Angebotsabgabe beachten müßten, was leider vielfach nicht der Fall ist

- die entsprechenden Voraussetzungen für einwandfreie Angebote werden teils bereits bei der Öffnung (§ 22 Nr. 2 f VOL/A), dann bei der Prüfung (§ 23 Nr. Nr. 1 und 2 VOL/A) , ferner in "Aufklärungsverhandlungen" (§ 24 VOL/A - Achtung absoluter zu begründender Ausnahmefall !) sowie letztlich bei der Wertung nach § 25 Nr. 1 VOL/A bearbeitet !


  • Preise ? - Vgl. § 21 Nr. 1 I VOL/A; § 22 Nr. 4 a VOL/A; § 23 Nr. 2 VOL/A
  • Geforderte Angaben und Erklärungen ? - § 21 Nr. 1 I VOL/A
  • Beifügung erforderlicher Erläuterungen ?- § 21 Nr. 1 I S. 2 VOL/A
  • Rechtsverbindliche Unterschrift ? - § 21 Nr. 1 II VOL/A; § 23 Nr. 1 b) VOL/A; § 35 Nr. 1 I b) VOL/A
  • Zweifelsfreie Änderungen und Eintragungen ?§ 21 Nr. 1 II VOL/A; § 23 Nr. 1 c) VOL/A; § 25 Nr. 1 I c) VOL/A
  • Unzulässige Änderungen und Ergänzungen ? § 21 Nr. 1 III VOL/A; § 23 Nr. 1 d) VOL/A; § 25 Nr. 1 I d) VOL/A
  • Kennzeichnung von Mustern und Proben als zum Angebot gekennzeichnet ? - § 21 Nr. 5 VOL/A
  • Nebenangebote/Änderungsvorschläge auf besonderer Anlage und deutlich gekennzeichnet ? § 21 Nr. 2 VOL/A
  • Angabe bestehender oder beantragter gewerblicher Schutzrechte (Patent, Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster, Marke bzw. Urheberrecht) ? § 21 Nr. 3 I VOL/A
  • Benennung der Mitglieder und eines bevollmächtigten Vertreters der Mitglieder von Arbeitsgemeinschaften? Fehlen der Angabe der Mitglieder oder des Vertreters ? Sicherstellung der Beibringung vor Zuschlagserteilung ? - § 21 Nr. 4 VOL/A
  • Verlangen der Rückgabe von Entwürfen, Ausarbeitungen, Mustern und proben bereits im Angebot für den Fall der Nichtberücksichtigung ? Sicherstellung der Rückgabe ? - § 21 Nr. 5 VOL/A


Diese sich aus dieser Zusammenstellung ergebenden Mindestvoraussetzungen für ein ordnungsgemäßes, vollständiges Angebot müßten im Grunde sämtliche Bieter kennen und beachten ! Dem ist leider nicht so. Viel Vergabestellen bemühen sich daher um entsprechende Aufklärung der Bieter, um zu verhindern, daß eine Aufhebung der Ausschreibung nach § 26 Nr. 1 a) VOL/A zu veranlassen ist. Die Ausschreibung hat dann zwar den "Vorteil", daß man eine Freihändige Vergabe durchführen kann, sofern nach § 3 Nr. 4 n) VOL/A "eine erneute Ausschreibung kein wirtschaftliches Ergebnis verspricht". Zu diesem Schritt gelangt die Vergabestelle indessen erst nach der Prüfung - vgl. § 23 Nr. 1 VOL/A - , falls diese durchgeführt wird ("nicht geprüft zu werden brauchen") sowie eventuellen Zweifels-/Aufklärungsverhandlungen/128/ - vgl. § 24 VOL/A


~0809